Status
Aktueller Status
Seit einigen Jahren wird die Umwandlung des Nationalparks Nockberge in einen Biosphärenpark diskutiert. In dieser Zeit wurden neben ausführlicher Informationsarbeit auch der rechtliche sowie finanzielle Rahmen für den Biosphärenpark geschaffen. Gemeinsam mit der Kammer für Land- und Forstwirtschaft entwickelten wir ein modernes Vertragsnaturschutzmodell für die Grundeigentümer. Dennoch waren bisher zu wenige GrundeigentümerInnen bereit, Flächen in die Naturzone einzubringen. Ängste um Beschränkungen und die fast gänzlich unbekannte Bezeichnung „Biosphärenpark“ tragen zur Verunsicherung bei. Trotz einer Vielzahl an Besprechungen und Veranstaltungen konnte keine genügend positive Grundstimmung beobachtet werden. Daher bleiben die Nockberge vorläufig weder ein international noch national anerkannter Nationalpark. Die aktuelle Situation stellt einen vertragslosen Zustand dar. Es gilt jedoch auch weiterhin das Versprechen, nichts gegen den Willen der Grundbesitzer zu tun.
Ziele
- eigenständige Energieversorgung des Schutzgebietes
- Einführung des regionalen Naturschutzplans
- Einführung des Naturschutzplans auf der Alm
- interregionales Verkehrssystem
- Stärkung des Tourismus
- Wissenschaft und Forschung – langfristiges Forschungskonzept sowie transnationale, von Seiten der EU kofinanzierte Forschungsprojekte mit interdisziplinären Inhalten
Ausblick
In Zukunft sollen verstärkt „regionale Initiativen“ dazu beitragen, positive Überzeugungsarbeit zu leisten. Diese Initiativen konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte:
- Energie
- naturverträgliche Landwirtschaft
- innovative regionale Verkehrslösungen
Die gesamte Biosphärenparkentwicklung wurde und wird von einem großangelegten Partizipationsprozess begleitet. Die unterschiedlichen Meinungen und Argumente der Parkbewohner und Grundeigentümer sind uns sehr wichtig. Bürgerbeteiligungsprozesse sind auch eine Grundvoraussetzung von Biosphärenparks. Mit Stand Ende 2009 wurden folgende partizipative Veranstaltungen durchgeführt:
Die Entwicklung zum Biosphärenpark in Zahlen gefasst:
- 106 Besprechungen mit Beteiligten
- 98 Sitzungen zur regionalen Entwicklung
- 22 Treffen des Projekt-Koordinations-Teams
- 280 Verhandlungen mit 102 Besitzeinheiten
- 36 regionale Informationsveranstaltungen
- 45 Sprechtage für Grundbesitzer
- 16 Begehungen/Bereisungen in der Region
- 12 Workshops
- 7 Exkursionstage in anderen Biosphärenparks
- diverse Präsentationen bei Messen und Veranstaltungen













